Entlang der schwedischen Nordostküste (1)


Inzwischen haben wir die Åland Inseln verlassen und sind in Richtung Nordwesten gesegelt. Der Wind weht seit Tagen beständig frisch aus Nord. Hoch am Wind können wir streckenweise segeln, bis wir nach Norden in den Bottenhavet einbiegen, einem Sund zwischen Festland und der Insel Gräsö, an dem am Nördlichen Ende Öregrund liegt.

Öregrund:  Der Ort zeichnet sich dadurch aus, dass er eine der am besten erhaltenen Holzstädte des Landes darstellt. Aufgrund dieser Tatsache ist Öregrund ein beliebtes Touristenziel. Somit verdoppelt sich jeden Sommer die Einwohnerzahl des Ortes von rd. 1500 Personen. Im Kontrast zu den Holzbauten steht die mittelalterliche Steinkirche auf einer Anhöhe. Angeblich segeln viele schwedische Segler kaum über diesen Ort hinaus. Der Norden sei Seglern zu „unattraktiv“. Genau das wollen wir herausfinden….🤓

Jedenfalls kam bei einem Spaziergang durch den historischen Teil des Ortes bei uns so ein Gefühl von „Michel von  Lönneberga“ auf. Schmale Gassen, Holzhäuser in schwedenrot mit kleinen Geschäften — eben typisch schwedisch.

Gävle: ist eine kleine Industriestadt. Bei der Ansteuerung nimmt man die großen Industrieanlagen, im Wesentlichen Papier- und Verpackungsindustrie, war. Wie auf den Bilder zu sehen ist, tragen sie nicht unbedingt zur Luftverbesserung bei 🙁. Dennoch für Segler ein kleiner Hafen mit allen Facillities  aber recht flach.

Söderhamn, Segelvik: Kleiner familiärer Hafen. Wir wurden vom Hafenmeisterehepaar (!) sehr freundlich persönlich begrüßt. Gut — wir waren die einzigen Segel-Gäste. Der Hafen war uns schon von anderen Seglern als Muss mit +++ empfohlen worden. Sehr idyllisch gelegen natürlich mit Sauna und Grillmöglichkeiten. Die Anlage ist sehr gepflegt. 

Mellanfjärden: Segler hatten diesen Hafen als „rustikal“ bezeichnet. Ein Hafenmeister hatte uns das direkt im Hafen gelegen Restaurant empfohlen. Nun wir können beide Informationen bestätigen. Da Restaurant können wir wirklich weiterempfehlen. Ich habe eine schmackhafte Fischsuppe gegessen, Horst eine Fischvariation und Ulrike eine vegetarische Gemüseplatte. Der Steg des Restaurants war allerdings buchstäblich zusammengezimmert -eben rustikal. Hier war ein echter „Handwerker“ improvisierend am Werk. So einen Wackelsteg hatten wir noch nicht gesehen…..

Sundsvall: Im Hafen findet gerade eine riesen Party statt,al s wir anlegen. Eine große Leinwand ist aufgespannt – Rudelgucken ist  angesagt. Es ist ja Fußballweltmeistrschaft! Schweden hat leider verloren. Was der Stimmung, die durch eine Heavy Matal Band angefeuert wird, keinen Abbruch tut. Es ist halt „etwas“ laut im Hafen……

Sie wird auch die Stadt aus Stein genannt. Prachtvolle Stadtvillen zieren das Stadtbild. Alle Ende des neunzehnten Jahrhunderts erbaut, nachdem die alten Holzhäuser mehrfach abgebrannt waren. Die Stadt hat ca. fünfzigtausend Einwohner. Ein eher größerer Ort hier an der Küste, mit guter Infrastruktur nach Süden bis Stockholm und nach Norden bis Umeå. Der moderne Hafen bietet ca. 15 Gastliegeplätze mit entsprechender Infrastruktur. Wir nutzen auch den nahegelegenen Lidl, um unserer Vorräte aufzufrischen.

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